Serien und so – S01E05 – Babylon 5

15. August 2008 von Timo Hetzel

Babylon 5: billig produzierter Star Trek-Abklatsch oder meisterhaftes Epos von J. Michael Straczynski?

Einem oberflächlichen Blick halten die sichtbar der Frühzeit der Computergrafik entstammenden Spezialeffekte nicht stand. Aber darum geht es nur am Rande, und später in der Serie werden die Effekte auch noch besser. Wir versuchen in dieser Folge, die Serie den Zweiflern und Ungläubigen etwas näher zu bringen, und frisch aufgewärmt wieder ans Herz zu legen.

Worum es eigentlich geht: eine über alle Staffeln gehende Storyline, die auch als solche angelegt war. Politisches Geschick und Hintertücke der Botschafter sowie deren Hintergründe suchen in anderen Sci-Fi Serien ihresgleichen. Allein das Spannungsfeld zwischen G’Kar und Mollari ist bereits das Durchstehen der ersten, eher holprigen, Folgen wert.

Die Spielfilme und weiteren DVD-Pakete gehören damit in jede ernstzunehmende Sammlung.

 
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12 Kommentare zu “Serien und so – S01E05 – Babylon 5”

  1. TLPlayer sagt:

    B5 war soweit ich das mitbekommen habe die erste Serie die eine Storyline wirklich über mehrere Staffeln verteilt hat.
    Was bis dahin wohl bei den Sendern unpopulär war, weil es dadurch später schwer ist neue Zuschauer zu gewinnen, sprich die heilige Quote zu steigern.

    Zur B5 Storyline die erste Staffel unbedingt durchhalten, die Storyline wird erst am Anfang der zweiten Staffel deutlich erkennbar. In der ersten Staffel werden im wesentlichen Standard Scifi Stories erzählt und “nebenher” das für die Storyline nötige Universum angelegt.
    Die 5. Staffel ist leider wieder schwächer, da die dafür vorgesehene Storyline bereits in der 4. enthalten ist.
    Ich hoffe Timo wurde für seine Anfangsprovokation mit mindestens 5 Folgen “bestraft”.

  2. Michael sagt:

    Nachdem ich vor einiger Zeit die Serien des Babylon 5 Universums noch mal angesehen haben, kann ich TLPlayer nur zustimmen, die Staffeln 2,3 und 4 von Babylon 5 sind eindeutig die besten.
    Das Spin-Off Crusade und alle weiteren Spin-Offs sind nur noch für Fans interessant.

  3. OxKing sagt:

    Babylon 5 ist eine wirklich super Serie.
    Zuerst mochte ich die Serie auch nicht so,
    und habe sie eher nebenher geschaut.
    Inzwischen habe ich mir die großartige DVD Box gekauft,
    und da kann man kaum aufhören immer weiter zu schauen.
    Einzig die letzte Staffel die wegen des Erfolges dran gehängt wurde
    konnte mit dem Niveau der Serie nicht mehr ganz mithalten,
    und der letzte Film (Ranger Kriege) gefiel mir auch überhaupt nicht.
    Die eigentliche Serie mit ihrem riesigen Handlungsbogen
    ist jedoch einfach nur sensationell.

    Abgesehen von Space 2063 die einzige SciFi Serie die mich damals neben
    Star Trek überhaupt begeistern konnte.
    Mit Andromeda und Farscape konnte ich mich nie anfreunden.
    Die wirkten auf mich viel zu oberflächlich und Aufgesetzt.
    The Lexx war vorallem interessant und anders, aber auch nicht so der Bringer.
    Erst Battlestar Galactica hat mich wieder ähnlich gefesselt wie Babylon 5.

    Mein Lieblingscharakter der Serie ist Michael Garibaldi.
    (Irgendwie wirkt er wie Bruce Willis Zwilling im Weltall)
    Aber eigentlich hat jeder Charakter viel zu bieten,
    denn jeder hat seine Licht und Schatten Seiten,
    und kaum einer ist nur gut oder nur Böse.

    Auf jeden Fall sollte man diese Serie als Scifi Fan gesehen haben,
    sonst hat man wirklich etwas verpasst!

    @Serien und so Team:
    Hier noch mal ein paar “Serienwünsche”, bzw. Vorschläge:
    Space 2063, Die Abenteuer des jungen Indiana Jones,
    Tipods (Die dreibeinigen Herrscher), Battlestar Galactica (Die neue Serie),
    Strange Luck, und Picked Fences. So, das sollte erstmal reichen. *g*
    Noch ein Vorschlag:
    Vielleicht könnt ihr ja auch mal “Gastdozenten” per Skype einspannen,
    bei Serien die ihr jetzt vielleicht nicht (so gut) kennt.

  4. OxKing sagt:

    Sorry, der letzte Film hieß: “Die Legende der Ranger”, und nichts mit Kriege.
    Hab da gerade irgendwas durcheinander gebracht. x)

  5. MunichMacy sagt:

    Als ich B5 das erste mal gesehen habe, war ich eigentlich enttäuscht. Die Grafikeffekte, im Vergleich zu Star Trek NG, wirkten für mich sehr plump und gleichzeitig bei den Raumschiffen sehr übertrieben kitischig!

    Da ich allerdings ein grosser SF Fan bin und die Auswahl diesbezüglich nicht sehr groß war, bin ich der Serie treu geblieben.
    Mit der Zeit wuchs dann die Faszination immer mehr, als sich zeigte das – scheinbar – verworrene Handlungstränge, sich zu einer grossen epischen Geschichte zusammen schliessen.
    Genau diese Komplexität hab ich nie wieder in einer Serie gefunden, zumindest nicht in dieser Perfektion ! Star Trek NG war in den meisten Fällen eine lose Zusammenreihung von einzelnen Folgen. Deep Space Nine war das schon wieder viel spannender … aber anderes Thema! :)

    Ich kann mich OxKing nur anschliessen, wenn er Battlestar Galactica als einzigen würdigen Nachfolger bezeichnet … ich interpretiere das mal so locker flockig ! :)

    Alle anderen SF Serien haben mir durchweg gelangweilt. Ausser DS 9, welches zum Schluss wirklich gut wurde.

  6. DoctorJohnSmith sagt:

    Zum Thema “unverbrauchte” Schauspieler: Bruce Boxleitner war 1994 alles, aber kein unverbrauchter Schauspieler.

    Ganz im Gegenteil: es wurde damals (zumindest von der Presse) ganz explizit gesagt, dass er zur Serie geholt wurde, um dem Publikum ein bekanntes Gesicht zu bieten und die Serie zu retten, weil man bis dahin mit den Quoten wohl nicht zufrieden war.

  7. map sagt:

    DoctorJohnSmith: Man brauchte also ein bekanntes Gesicht, weil sonst nur unbekannte (aka unverbrauchte) Schauspieler am Start waren? ;)

  8. DoctorJohnSmith sagt:

    map: ja. Du bietest dem Zuschauer, der mit dem was auf dem Bildschirm läuft nicht so richtig etwas anfangen kann, einen Anker, der ihn an der Serie festhält.
    Der Massenmarkt in Amerika orientieren sich halt in erster Linie an Schauspielern und nicht an Inhalt / Regisseur / Drehbuchschreiber. Das ist hierzulande vielleicht etwas anders; bei den potentiellen Fans, die Babylon 5 wegen des Arcs mögen, ist das mit Sicherheit anders.

  9. Mustafa sagt:

    Und mit Bruce Boxleitner hat man sich einen exzellenten und kultigen “verbrauchten” Schauspieler ins Boot geholt ;)

  10. Michael sagt:

    Lee Stetson aus “Agentin mit Herz” als Capt. John Sheridan.
    Daran mußte man sich erstmal ein paar Folgen gewöhnen. :D

  11. DoctorJohnSmith sagt:

    map: Das grundsätzliche Konzept mit bekannten Schauspielern anzuziehen
    ist ja durchaus üblich. Die “Verbrauchtheit” liegt im Auge des Betrachters
    und viele Leute sehen halt bekannte Gesichter gerne wieder.

  12. Mathias sagt:

    Ich habe B5 geliebt.
    Aber das Ende der Serie hat mich enorm enttäuscht.