Don “Dickhead” Danburys Leben ist eine einzige Katastrophe. Ihm ist das aber gehörig egal. Und dann stirbt zum Glück seine Großmutter und vererbt ihm ein “massive free house”. Winziger Haken: Oma hat die Hypothek nicht abbezahlt. Deswegen muss Don Untermieter im Haus aufnehmen. Das Schicksal schickt ihm als Untermieterin seinen Jugendschwarm, Abby, ins Haus. Winziger Haken: Ihr Freund, ein herrlich verklemmter Schmierlappen, kommt gleich hinterher. Und der Pfleger seiner toten Oma will auch nicht gehen, sondern kocht für ihn.
Genauso verquer wie sich das jetzt anhört, ist die Serie. Don gibt Lebensratschläge, die man bitte, bitte nicht beherzigen sollte. Die Serie, die auch vom Hauptdarsteller Dan Clark geschrieben wird, ist herrlich britisch und im Vergleich zum amerikanischen Einheitsbrei ein wunderschöner Farbklecks.
Wir hoffen, dass die Serie vielleicht auf arte mit Untertiteln läuft, oder nach dem Ende der ersten Staffel auf DVD für den gepflegten Import von der Insel erscheint.
Wer dachte, David Duchovny wäre mit den X-Akten in der Versenkung gelandet, wird hier eines besseren belehrt. Vielleicht steckt in Californication (aus California und fornicate=herumhuren) ja auch ein wenig aus dem wahren Leben des Schauspielers.
Er spielt Hank Moody, einen Autor in LA, der zwar durchaus erfolgreich ist, aber nicht so, wie er es sich vorstellt. Seine Freundin, die er eigentlich längst selbst hätte heiraten sollen, hat sich einen anderen genommen, der keine Angst vor der Hochzeit hat. Und all die anderen Frauen helfen auch nur jeweils für eine Nacht, den Frust zu vergessen.
Ein herrlicher Spaß, auf den man nicht bis zum Herbst, dem Deutschlandstart der Serie, warten möchte.
Wenn das amerikanische Rechtssystem schon in der Realität versagt, gibt es gibt es immerhin jede Menge Stoff für Anwaltsserien her. Glenn Close ist hinter Ted Danson her, und will ihm den Prozess machen.
Dass Serien wie Damages in den USA sehr erfolgreich gelaufen sind, stört deutschen Privatfunk in der Regel nicht. Kabel Eins hat die Serie in den Sand gesetzt. Wir haben trotzdem bis zum Ende zugesehen, und jede Minute geliebt.