Heute mit milder Spoilerwarnung. Ist aber nicht so schlimm, denn Journeyman hat schon das Zeitliche gesegnet.
Ein Schrank von einem Mann reist auf dünner Story durch die Zeit. San Francisco ist zwar hübsch anzusehen, aber das alleine hat dann für NBC doch nicht gereicht. Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab es noch keinen deutschen Sender für die Serie, d.h. der Griff zum DVD-Set ist angesagt.
Die Zukunft von Amerika liegt in den Händen von Chuck, einem Schweineladen-Angestellten, in dessen Hirn die größten Staatsgeheimnisse abgelegt wurden. Zur besseren Tarnung (und damit die Serie irgendwie spannend wird), kommt Chuck aber nicht in den Hochsicherheitstrakt, sondern bleibt bei der Nerd Herd, repariert weiter kaputte Computer, und bekommt staatliche Aufpasser an seine Seite gestellt.
Die Nerderei ist nur oberflächlich, NBC/Universal macht hier keine Experimente a la The Big Bang Theory. Darunter ist viel Klamauk, hübsche Frauen, und Action vom Hollywood-Fließband. Dennoch sind aber Chuck und seine Mitstreiter so liebenswert, dass es sich lohnt.
Über die zweite Staffel haben es The Riches nicht geschafft – obwohl die Idee und der Anfang der ersten Staffel sehr vielversprechend sind: Eddie Izzard und Minnie Driver spielen die Hauptrollen. Sie sind moderne, irischstämmige Zigeuner im Süden der USA: Trickbetrüger, Strauchdiebe, Gesindel, wenn man so will. Die Großfamilie hat eigene Pläne, mit denen der Familienvater nicht einverstanden ist. Also klaut er den Familienschatz und brennt mit Frau und Kindern durch.
Auf der Flucht passiert ein folgenschwerer Verkehrsunfall und die Trickbetrüger nehmen die Identität der Riches an, und ziehen in ihr neues Luxusheim ein. Ein neuer Lebensstil zwischen dem goldenen Löffel, und in ständiger Angst, beim Betrug erwischt zu werden.
Eine sehr interessante Serie, bei der man hoffen kann, dass sie die gute Idee interessant hält, auch im Laufe der zweiten Staffel. Die erste Staffel der Riches gibt es schon als UK-Import auf DVD, vielleicht folgt in Zukunft noch mehr.